Reicht meine Rente zum Leben?
Renteninformation verstehen – was bekommst du später?
04.11.2026 18 min
Zusammenfassung & Show Notes
Reicht meine Rente später zum Leben?
Eine Frage, die sich viele stellen – und mit der wir uns oft erst beschäftigen, wenn die eigene Rente plötzlich näher rückt.
In der ersten Folge von „Die Rentenfrage“ schaut Johannes gemeinsam mit Katja Braubach, Rentenexpertin der Deutschen Rentenversicherung Bund, genauer hin: Wie wird die gesetzliche Rente eigentlich berechnet? Was verraten die Beträge in deiner Renteninformation? Und was haben Entgeltpunkte damit zu tun?
Eine Frage, die sich viele stellen – und mit der wir uns oft erst beschäftigen, wenn die eigene Rente plötzlich näher rückt.
In der ersten Folge von „Die Rentenfrage“ schaut Johannes gemeinsam mit Katja Braubach, Rentenexpertin der Deutschen Rentenversicherung Bund, genauer hin: Wie wird die gesetzliche Rente eigentlich berechnet? Was verraten die Beträge in deiner Renteninformation? Und was haben Entgeltpunkte damit zu tun?
Außerdem geht es darum, welche Zeiten für deine Rente angerechnet werden, warum eine Kontenklärung so wichtig ist und wie du mit zusätzlicher betrieblicher oder privater Altersvorsorge für später vorsorgen kannst.
Also: Wie viel Rente kannst du erwarten – und was kannst du heute schon tun, damit es später reicht?
Aktuelle Rentenwerte
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/Zahlen-und-Fakten/Werte-der-Rentenversicherung
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🎧 Willkommen bei „Die Rentenfrage“!
Wie funktioniert die gesetzliche Rente? Was solltest du über deine Altersvorsorge wissen? Und was bedeuten die ganzen Begriffe eigentlich?
In unserem Podcast stellen wir die Fragen, die sich viele stellen – und geben gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung verständliche Antworten.
Weiterführende Informationen und hilfreiche Links zur aktuellen Folge findest du direkt im Anschluss an diese Einleitung.
Wie funktioniert die gesetzliche Rente? Was solltest du über deine Altersvorsorge wissen? Und was bedeuten die ganzen Begriffe eigentlich?
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🔎 Deine Renteninformation verstehen
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- Entgeltpunkte einfach erklärt: Wie werden sie berechnet und was bedeuten sie für deine Rente?
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Aktuelle Rentenwerte findest du hier
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Transkript
Ist das so was wie Payback-Punkte?
Nein,
Entgeltpunkte sind keine Paybackpunkte.
Frisst die Inflation meine Rente auf?
Die Sorge ist berechtigt.
Reicht mir das zum Leben?
Sie sind doch da, die Experten.
Ich hätt da mal ne Frage, wegen der Rente.
Die Rentenfrage.
Alles zur Rente.
Einfach, schnell und gut verdaulich.
Yummy!
Deine Renteninformation flattert ins Haus
und dort steht
1.420,40 € reguläre Altersrente.
Wenn alles so bleibt, wie es ist
bis zum Renteneintritt.
Und da fragst du dich
vielleicht: „Reicht mir das zum Leben?”
Ja, ich frage mich das auch öfters.
Mein Name ist Johannes Schuurmans,
ich bin jetzt 42, habe zwei Kinder
und in jüngeren Jahren war das Thema
immer sehr weit weg für mich.
Aber mittlerweile merke ich auch,
dass ich mich gedanklich immer
öfter frage
Wie komme ich denn später klar?
Mit dieser Frage und vielen anderen Themen
rund um die Rente
wollen wir uns in den nächsten Folgen
von „Die Rentenfrage” beschäftigen.
Und wenn du noch Anregungen
oder Themenwünsche hast,
dann schreib das doch bitte
in die Kommentare.
Zum Einstieg muss ich sagen
Ich selbst arbeite als Redakteur
bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Ich bin also kein Rentenexperte.
Aber ich habe einen großen Pool an
Expert_innen, auf den ich zurückgreifen
kann, hier aus unserm Haus.
Und heute ist bei mir
Katja Braubach, Rentenexpertin
der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Sie bearbeitet
seit circa 30 Jahren Rentenfragen
aller Art und gerne auch mal in Funk
und Fernsehen.
Hallo Katja! Hallo Johannes,
vielen Dank für die Einladung!
Ja, gerne. Auf jeden Fall.
Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Und dann fange ich doch gleich mal
mit meiner ersten Frage
an: Katja, stell dir vor, morgen liegt
deine Renteninformationen im Briefkasten.
Freust du dich oder kriegst du eher
Schnappatmung?
Ach, weißt du,
inzwischen freue ich mich wirklich,
weil ich habe jetzt
2/3 meines Berufslebens oder mehr davon
eigentlich schon hinter mir.
Ich befinde mich
sozusagen auf der Zielgeraden.
Ja, das kann ich mir vorstellen.
Bei mir dauert das noch ein bisschen.
Wie ist es denn mit der Renteninformation,
wenn ich ganz normal angestellt arbeite?
Vom Prinzip her schicken wir ab dem 27.
Lebensjahr diese Renteninformationen raus.
Voraussetzung ist
natürlich, dass du schon für fünf Jahre
Beiträge eingezahlt hast,
weil nur dann
hast du auch ein Rentenanspruch,
mit dem wir rechnen können.
Und dann bekommst du jedes Jahr einmal ab
April bis Ende des Jahres
die Renteninformationen zugeschickt.
Nicht immer zum gleichen Zeitpunkt.
Das ändert sich immer.
Also nur
weil du jetzt in diesem Jahr im April
schon die Renteninformationen bekommst,
kann es im nächsten Jahr auch durchaus
Oktober oder November werden.
Okay, na ja, und damit ich jetzt weiß,
ob meine Rente zum Leben reicht,
müsste ich ja ungefähr
wissen, wie hoch sie dann sein wird.
Und in der Renteninformation stehen
ja gleich mehrere Beträge drin.
Drei Stück,
wenn ich mich richtig erinnere.
Was genau sagen die eigentlich aus?
Du erinnerst dich richtig.
Es sind drei Beträge, die drin stehen.
Und das sind aber auch drei
unterschiedliche Fälle.
Fangen wir mal mit dem ersten an.
In der obersten
Zeile steht praktisch drin, wie hoch
deine Erwerbsminderungsrente wäre, heute,
wenn du jetzt erwerbsgemindert bist.
Erwerbsgemindert bedeutet,
dass du nicht mehr arbeiten kannst,
entweder aufgrund von Erkrankung
oder eines Unfalls.
An zweiter Stelle steht
dein heutiger Anspruch auf Altersrente.
Das bedeutet, das,
was du jetzt schon erarbeitet hast,
was dir praktisch sicher ist.
Das es die zweite Position.
Und in der dritten Position,
wir gehen davon aus,
dass du noch weiter arbeitest,
bis zu deiner Regelaltersgrenze,
also bis 67 in deinem Fall.
Da erfolgt eine Hochrechnung
mit den Beiträgen,
die du in den letzten 5 Jahren eingezahlt
hast.
Daraus wird ein Durchschnitt gebildet
und mit dem Durchschnitt wird weiter
gerechnet, bis du 67 geworden bist.
Wichtig ist noch die Beträge,
die dort stehen, das sind Bruttobeträge.
Das ist wie bei deinem Gehaltszettel.
Vom Bruttogehalt gehen
ja auch noch Beiträge
ab für Kranken- und Pflegeversicherung.
Das ist auch bei der Rente so.
Und in aller Regel zahlst du auch Steuern.
Gut, das klingt erst mal logisch.
Aber wie entstehen diese Beträge
eigentlich?
Na ja, du arbeitest ja für dein Gehalt.
Von deinem Gehalt zahlst du ja
Beiträge zur Rentenversicherung
und aus diesen Beiträgen
werden sogenannte Entgeltpunkte berechnet.
Entgeltpunkte? Ja. Okay.
Ist das so was wie Payback-Punkte, oder
wie muss ich mir das vorstellen?
Nein,
Entgeltpunkte sind keine Payback-Punkte.
Entgeltpunkte sind eine mathematische
Größe in der Rentenberechnungsformel.
Deine Beiträge oder dein Gehalt,
Was du hast, wird umgerechnet
in Entgeltpunkte.
Damit wird dein Gehalt verglichen
mit dem Durchschnittsverdiener
aller Versicherten.
Der Durchschnittsverdienst aller
Versicherten liegt jetzt im Jahr 2026
bei ungefähr 52.000.
Hast du mal so ein richtig größer hast
Verdienste?
Genau diesen Durchschnittsverdienst
bekommst du einen Punkt gutgeschrieben.
Verdienst du mehr,
kriegst du entsprechend mehr Punkte.
Verdienst du weniger, kriegst du
entsprechend weniger Punkte.
Und das summiert sich
dann über dein gesamtes Berufsleben,
bis du dann irgendwann in Rente gehst.
Okay, aber wie genau wird aus den Punkten
dann dieser Betrag
oder diese Beträge,
die auf der Renteninformation stehen?
Ich sagte ja eben, die Punkte werden
über dein gesamtes Berufsleben addiert
und zum Schluss wird eine Summe gebildet
und die Summe
dieser Entgeltunkte wird multipliziert
mit einem aktuellen Rentenwert.
Der liegt jetzt so bei ungefähr 41 €.
Das heißt, für einen Punkt
kriegst du eine monatliche Rente von 41 €.
Und wenn wir nachher
die Summe deiner Entgeltpunkte
aus deinem Berufsleben haben,
multiplizieren wir das mit dem dann
gültigen aktuellen Rentenwert, der steigt,
bist du 67 bist
noch ein bisschen,
weil der entwickelt sich
immer entsprechend der Lohnentwicklung
und wird immer zum 1. Juli erhöht.
Gut, damit kann ich jetzt was anfangen
und mir vorstellen,
wie die Beträge zustande kommen.
Jetzt mal ganz egoistisch gefragt.
Also ich habe ja zwei Kinder
und ich war in Elternzeit.
Zählt die Zeit für die Rente eigentlich
mit oder falle ich dann da
irgendwie durchs Raster und kriege nichts?
Du bekommst auch Punkte für Zeiten,
wo du selber nicht eingezahlt hast.
Zum Beispiel für die Elternzeit,
was du gerade gesagt hast.
Es gibt in der Rentenversicherung
auch sogenannte Kindererziehungszeiten.
Da wirst du so gestellt,
als hättest du den Durchschnitt aller
Versicherten verdient.
Das heißt,
wenn du ein Jahr zu Hause geblieben
bist, bekommst du für dieses Jahr
den Durchschnitt
aller Versicherten gutgeschrieben,
also praktisch einen Entgeltpunkt.
Gut, da bin ich ja schon mal froh,
dass Kindererziehungszeiten
auf jeden Fall berücksichtigt werden.
Gibt es denn noch andere Zeiten,
wo ich jetzt nicht arbeite, wo ich dann
aber trotzdem auch was bekomme?
Gibt es auch.
Du bist ja nun ein Mann,
hast vielleicht auch in deiner früheren
Zeit mal Bundeswehr gehabt
oder Zivildienst gemacht.
Da zahlt der Staat
auch für dich Beiträge ein oder wenn du
mal länger krank bist, ins Krankengeld
rutscht oder mal arbeitslos bist
und Arbeitslosengeld bekommst,
dann zahlen auch die Sozialleistungsträger
Beiträge ein,
die dann natürlich auch für die spätere
Rente gelten.
Gut, man geht in keinem Fall sozusagen
komplett leer aus, kann man sagen.
Solange du Leistungen beziehst,
von irgendwoher
werden auch immer Punkte eingezahlt.
Okay, das ist schon mal gut zu wissen.
Was kommt bei den meisten Menschen am Ende
denn ungefähr raus?
Also wie hoch ist so eine typische Rente
in Deutschland?
Eine typische Rente gibt es ja nicht.
Die Rente ist ja
ein Spiegelbild deines Berufslebens.
Und es gibt ja nicht so
dieses typische Berufsleben.
Es gibt Menschen, die arbeiten
sehr viel als Angestellte, zahlen
hohe und viele Beiträge ein.
Dann gibt es aber auch diese sogenannten
unterbrochenen Biografien.
Das heißt, man arbeitet erst
als Angestellter, macht sich selbstständig
oder wird dann Beamter
oder geht ins Ausland.
Das heißt, so eine typische Rente
an sich gibt es nicht.
Typischerweise kann man
aber sagen, dass Männer eine höhere Rente
bekommen als Frauen. Mhm.
Und warum ist bei Männern
die Rente höher als bei Frauen?
Männer haben eben oft Jobs mit höheren
Verdiensten.
Frauen arbeiten oft auch in Berufen,
wo man weniger Geld verdient.
Als Verkäuferin, als Friseurin
zum Beispiel.
Oder Frauen
kümmern sich auch um die Familie, machen
die Carearbeit, pflegen Angehörige
und haben damit eben auch
diese unterbrochenen Berufskarriere,
sage ich mal, und verdienen dann
natürlich
weniger und und schlechter oder seltener.
Und das spiegelt sich dann
natürlich auch in der Rente wieder,
dass die Rente dann niedriger ausfällt.
Okay, das ist noch ein ziemliches
Ungleichgewicht.
Kann man so sagen.
Letztendlich müssen wir Frauen eben auch
so ein bisschen auf uns selber aufpassen.
An der Stelle,
wenn ich wegen der Kinder zu Hause bin
und mein Mann seine Karriere macht,
muss ich es halt auch einfordern,
dass für mich auch eine Altersvorsorge
abgeschlossen wird oder bezahlt wird,
in welcher Form auch immer.
Da muss man wirklich als Familie dann auch
reden, wie man das stemmen möchte.
Okay, das ist so der Gender-Gap?
Gender-Pay-Gap
oder der Gender-Pension-Gap.
Vielleicht auch ein Thema, was man
noch mal genauer beleuchten könnte.
Also wenn Sie das interessiert,
dann schreiben Sie es doch ruhig
in die Kommentare.
Um jetzt noch mal
auf die Renteninformation zurückzukommen.
Wir hatten ja eben besprochen,
das sind Bruttobeträge.
Wie ist das denn mit den Nettobeträgen?
Was kann man denn da so sagen
im Durchschnitt?
Wie viel ist das?
Wenn du dir deine Renteninformationen
anschaust, je nachdem,
in welcher Krankenkasse du versichert
bist, ob du Kinder hast oder nicht,
dann zahlst du so zwischen 12 bis 13% für
Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.
Das kannst du von deinem Bruttobeträgen
schon mal runterrechnen
und dann zahlst du in aller Regel
auch Steuern, weil die Rente
ein steuerpflichtiged Einkommen ist.
Zur Steuer können wir die jetzt leider
keine Faustformel nennen,
weil das ist immer individuell.
Hast noch andere Einkünfte?
Bist du verheiratet? Hat ein Ehepartner
noch Einkünfte?
Hast du eine Betriebsrente?
Alles fällt ja so in die Steuer hinein.
Da hilft dir
aber das Finanzamt Bayern an der Stelle.
Das Finanzamt
Bayern hat einen guten Pensionsrechner
oder Steuerrechner
für Rentner auf der Internetseite.
Den kann man auch ganz gut bedienen.
Auf den ersten Blick
sieht er unübersichtlich aus,
aber wenn man so mal langsam Zeile
für Zeile durchgeht, wird alles abgefragt.
Man gibt alles ein und dann kriegt man so
die steuerliche Belastung
aus heutiger Sicht natürlich raus.
Okay, im Finanzamt Bayern, das gilt ja
trotzdem dann auch für ganz Deutschland.
Genau. Genau.
Um jetzt noch mal
auf die Entgeltpunkte zurückzukommen:
Wie viele Punkte sollte ich denn am Ende
haben, damit ich auf eine Rente komme,
von der ich auch leben kann?
Das würde ich an der Stelle
gar nicht an Punkten festmachen,
weil wir auch gar nicht wissen,
wie viele Punkte nachher
du brauchst,
um eine vernünftige Rente zu bekommen,
weil da ja auch noch
der aktuelle Rentenwert
eine Rolle spielt,
der sich ja jedes Jahr erhöht.
Das heißt, wir wissen gar nicht,
wie viel in 20 Jahren,
wenn du in Rente gehst,
ein Punkt wert ist.
Man geht eher anders ran.
Man sagt so, dass man so 70 bis 80%
vom Netto braucht im Rentenalter,
um vernünftig leben zu können,
um den Lebensstandard aufrechtzuerhalten.
70 bis 80% deshalb,
weil du im Rentenalter nicht mehr so viele
Ausgaben hast
oder andere Ausgaben hast als heute.
Du sagtest ja, du hast zwei Kinder,
die musst du heute finanziell
noch unterstützen.
Vielleicht auch noch bis zum Studium
und danach sind sie dann
hoffentlich raus aus deinem Portemonnaie
und dann sparst du dir das Geld.
Hast du denn vielleicht auch keinen Kredit
mehr zu laufen? Ja.
Deswegen sagt
man so 70 bis 80 % vom Netto.
Okay?
Ja, das kann ich
mit meiner Situation ganz gut vergleichen
oder mir vorstellen.
Ein anderes Thema hätte ich noch.
Einige Bekannte
sind da an mich herangetreten,
nachdem sie gehört haben: „Oh, du bist ja
jetzt bei der Rentenversicherung”.
Also da kam so die Frage: „Frisst
die Inflation meine Rente auf?”
Die Sorge ist berechtigt.
Die Renten entwickeln sich
entsprechend der Lohnentwicklung,
nicht mit der Inflation.
Und wenn du selber auf deinen Lohnzettel
guckst, mal
kriegst du mehr Lohnsteigerungen
als die Inflation sich entwickelt
und mal auch weniger.
Aber auf lange Sicht betrachtet
gleicht sich das aus.
Wenn wir uns die letzten 20-30 Jahre mal
anschauen bei der Rentenversicherung,
dann war die Rentenerhöhung
im Durchschnitt
etwas höher als die Inflation.
Und auch du willst ja irgendwann
mal länger Rente beziehen als nur ein,
zwei Jahre.
Wir erinnern uns noch
Inflationsbeträge von 8% oder so was.
Das sind
aber immer nur so Momentaufnahmen.
Auf lange Sicht betrachtet
passt das dann ganz gut.
Okay.
In den Medien kommt es immer
ein bisschen anders rüber...
Es wird immer gefordert, dass die Rente
sich der Inflation anpassen soll.
Aber als die Inflation bei 1% war, gab es
diese Forderung komischerweise nicht.
Gut. Ja, das ist ja schon mal,
finde ich, ein sehr guter Überblick.
Also, wenn jetzt hier jemand zuhört
und merkt: „Okay, das Thema betrifft mich,
aber ich habe keine Ahnung,
wo ich jetzt anfangen soll.”
Was wäre denn dein wichtigster
erster Schritt?
Der wichtigste erste Schritt
ist eine sogenannte Kontenklärung.
Das bedeutet, es
wird dein Versicherungsverlauf überprüft.
Der Versicherungsverlauf ist praktisch
Basis für die Rentenberechnung.
Der sollte möglichst vollständig sein.
Und da zählen auch Schulzeiten
zu, Studienzeiten, wenn man im Ausland war
und dort gearbeitet hat.
Da gibt es Länder,
mit denen haben wir Verträge.
Das heißt, die Zeiten
würden wir als Zeit anerkennen.
Die Beiträge verbleiben
aber in dem entsprechenden Land.
Du kriegst also zwei Renten später mal,
aber einfach mal diesen
dein Berufsleben bei uns mal abklären,
ob alles drin ist oder nicht.
Okay.
Ja, Kontenklärung gut, dann hat sich mir
das jetzt auch mal richtig erschlossen.
Das hat also nichts
mit meiner Bank zu tun.
Ich muss nicht in meinem Fall
die Sparkasse anrufen. Genau.
Du rufst die Deutsche Rentenversicherung
bitte an!
Okay, das mache ich.
Das ist auf jeden Fall gut zu wissen.
Das heißt,
ich kann mich halt
an die Rentenversicherung
wenden und sagen
Ich möchte gern eine Kontenklärung machen
und all meine Zeiten abklären
und werde unterstützt.
Genau, das solltest du im Idealfall
machen, wenn es um die 40 bist.
Weil dann hast du auch in aller Regel
noch deine Schulzeugnisse.
Universitäten
haben dich auch noch irgendwie im Bestand,
die Aufenthaltsfristen sind
noch nicht abgelaufen.
Man kommt noch gut an die Unterlagen
ran.Es sind eine Menge Formulare
auszufüllen, das macht keinen Spaß, aber
da lassen wir dich auch nicht alleine.
Das heißt, die Kontenklärungsformulare,
das machen wir in den Auskunfts-
und Beratungsstellen oder am
Service-Telefon oder in der Videoberatung.
Da gehen wir
das Schritt für Schritt mit dir durch.
Du sagst dann immer, wo du was hast.
Das tragen wir entsprechend ein
und du lädst hinterher die Unterlagen
hoch, schickst sie uns online
und dann kommen wir auch gut zueinander.
Mit der Hilfe,
das finde ich schon mal super.
Klar, ist das sicherlich auch
ein bisschen zeitaufwendig, das zu machen.
Ein bisschen Papierkram.
Auf jeden Fall.
Du musst immer im Hinterkopf behalten:
„Wenn
das Versicherungskonto vollständig ist,
kriegst du auch eine entsprechende Rente.”
Jede Lücke wirkt sich negativ
auf deine Rentenhöhe aus.
Vielleicht motiviert dich das
dann ein wenig.
Ja, ich bin ja jetzt 42, dann sollte ich
gleich mal langsam meine Zeugnisse
Unterlagen zusammensuchen.
Gut, wenn ich mich jetzt doch alleine an
die Geschichte rantrauen möchte,
dann könnte ich das online machen,
richtig? Genau,
da haben wir bei uns auf der Internetseite
die „Online-Services” zu stehen.
Da klickst du einfach drauf, sagst,
du möchtest einen Antrag stellen
zur Kontenklärung
und wirst dann schrittweise
durch die Formulare durchgeführt.
Okay. Ja super.
Kann man also schon mal anfangen und
auch wenn man da dann nicht weiterkommt,
theoretisch sich melden.
Richtig.
Entweder
da gibt es einen kleinen Hilfe-Button,
da kann man schon mal nachlesen, explizit
für die Frage: „Was ist damit gemeint?”
Und wenn du
dann immer noch Hilfe brauchst,
ruf das Service-Telefon
an, sag du hängst jetzt bei der
und der Frage,
du verstehst sie nicht
und dann hilft man dir dann auch.
Gut. Unterstützt ihr mich
denn nur bei der Kontenklärung,
wenn ich da Probleme habe?
Oder beratet ihr mich auch,
was ich zum Beispiel privat noch vorsorgen
könnte oder machen sollte?
Da helfen wir auch.
Da bieten wir
spezielle Altersvorsorgegespräche an.
Da geht es ja um das „Drei-Säulen-Modell”.
Hast du vielleicht schon mal gehört?
Hauptsäule, gesetzliche Rentenversicherung
und zweite
und dritte Säule sind die betriebliche
und die private Altersvorsorge.
Und da gibt es ja ganz viele Fragen.
Da helfen wir natürlich,
so ein bisschen Durchblick zu bekommen
in diesem Dschungel.
Wir erklären die Produkte.
Was gibt es auf dem Markt?
Was sind bei den Produkten Vor-
und Nachteile?
Was wir nicht machen, ist, dass wir dir
ein spezielles Produkt empfehlen.
Das dürfen wir nicht.
Wir müssen neutral bleiben.
Wir dürfen dich also darüber informieren,
was für Möglichkeiten du noch hast.
Zum Beispiel: Was ist der Unterschied
zwischen einem ETF oder einer Aktie?
Das wissen auch viele nicht.
Die nehmen das Wort ETF gerne in den Mund,
aber wissen gar nicht,
was sich dahinter verbirgt.
Und da helfen wir dann halt, so ein
bisschen Aufklärungsarbeit zu leisten.
Dann haben wir für mich auf jeden Fall
schon mal ganz, ganz viel aufgeklärt,
was das Thema angeht: „Reicht
meine Rente zum Leben?”
Ich fasse das jetzt nochmal kurz zusammen.
Das Fazit:
In der Renteninformation sehe ich
die aktuellen Bruttobeträge meiner Rente.
Davon gehen da noch Steuern,
Kranken- und Pflegeversicherung ab.
Diese Bruttobeträge errechnen sich
aus Entgeltpunkten
und diese Punkte sammelt man sein Leben
lang.
Ein Entgeltpunkt entspricht dem aktuellen
Durchschnittsverdienst in einem Jahr.
Verdient man über diesem Durchschnitt,
kriegt man mehr Punkte
und wenn man darunter liegt,
entsprechend weniger.
Um keine Entgeltpunkte zu verschenken,
sollte man unbedingt ab circa 40 Jahren
eine Kontenklärung machen.
Weil Punkte gibt es auch für Zeiten,
in denen man nicht gearbeitet hat.
Zum Beispiel
Kindererziehungs- und Bildungszeiten,
aber auch Arbeitslosigkeit,
denn das wird sonst nicht erfasst.
Die Summe
aller Entgeltpunkte wird zum Schluss
mit einem aktuellen Rentenwert
multipliziert.
Das sind im Moment ungefähr
41 € und daraus ergibt sich dann
die monatliche Bruttorente.
Reicht das dann zum Leben? Nur zum Teil.
Die Altersvorsorge sollte man
nach dem „Drei-Säulen-Prinzip” aufbauen.
Das heißt: 1.Säule - gesetzliche Rente, 2.
Säule - betriebliche Rente, 3.
Säule - private Altersvorsorge.
Wenn man keine Idee oder keinen Plan hat,
was man privat als Vorsorge machen kann,
kann man sich bei den Auskunfts
-und Beratungsstellen der Deutschen
Rentenversicherung beraten lassen.
Hier wird dann alles auf den Tisch gelegt.
Man sieht, wo man insgesamt steht
und was man noch tun könnte,
um sich zu verbessern.
Ja, Johannes,
das hast du gut zusammengefasst.
Sehr gut.
Wunderbar.
Ja, dann freut mich auf jeden Fall,
dass du da warst und uns hier unterstützt
hast. Gerne!
Vielleicht
darf ich ja noch mal vorbeikommen.
Vielleicht habt ihr ja noch mehr Fragen.
Ja, garantiert. Ich melde mich bei dir.
Wir haben bestimmt noch so einiges,
was wir gerne hier besprechen möchten.
So, das
war's mit
der ersten Folge von „Die Rentenfrage”.
Unser nächstes Thema wird sein.
„Ist die Rente eigentlich sicher?”
Wenn dir der Podcast gefallen hat,
dann folge uns doch.
Und wenn Sie noch Fragen oder
Anregungen haben solltest,
schreib das doch gerne in die Kommentare.
Ich freue mich aufs nächste Mal. Bis dann!